Produktdetailseite (PDP)
Die Produktdetailseite ist die Seite eines einzelnen Artikels im Onlineshop, auf der Bezeichnung, Bilder, Preis, Variantenauswahl, Verfügbarkeit und Beschreibung zusammenlaufen und von der aus der Artikel in den Warenkorb gelegt wird.
Die Produktdetailseite steht zwischen der Produktdatenpflege, die sie mit Inhalten versorgt, und dem Checkout, in den sie führt; Produktvarianten, Verfügbarkeitsanzeige, Produktbewertungen sowie Cross-Selling und Upselling sind ihre Bausteine.
In einfachen Worten
Jeder Artikel im Shop hat eine eigene Adresse, und die Seite unter dieser Adresse ist die Produktdetailseite, in der Fachsprache kurz PDP nach dem englischen Product Detail Page. Sie gliedert sich in einen Kopfbereich mit Bezeichnung, Bildern, Preis, der Auswahl der Varianten, der Verfügbarkeitsanzeige und der Schaltfläche zum Warenkorb, gefolgt von Beschreibung, technischen Daten, Rückmeldungen früherer Käufer und Vorschlägen für passende Zusatzartikel. Die Inhalte stammen aus mehreren Systemen: Texte, Bilder und Merkmale aus der Produktdatenpflege, meist einem PIM, Preis und Bestand aus der Warenwirtschaft, die Bewertungen aus dem Bewertungssystem des Shops. Für Besucher, die über eine Suchmaschine kommen, ist die Produktdetailseite häufig die erste Seite des Shops, die sie sehen. Die Seite muss deshalb den Artikel, den Anbieter und den nächsten Schritt aus sich heraus erklären.
Wozu brauche ich das?
Für einen Händler mit mehreren tausend Artikeln entscheidet die Produktdetailseite darüber, ob eine Suche im Kauf endet oder in einer Rückfrage. Ein Kunde, der auf der Seite Maße, Lieferfrist und Kompatibilität findet, bestellt; findet er sie nicht, ruft er an oder wechselt den Anbieter. Sie legen deshalb je Warengruppe fest, welche Angaben auf der Seite stehen müssen, und hinterlegen die Angaben als Merkmale in der Produktdatenpflege, damit sie für jeden Artikel an derselben Stelle erscheinen.
Beispiel aus der Praxis
Ein Hersteller von Werkstattausrüstung verkauft Hebebühnen, Zubehör und Ersatzteile über einen eigenen Shop. Die Produktseiten zeigen ein Foto, einen Herstellertext und den Preis; Tragkraft, Hubhöhe und Anschlusswerte stehen in einem PDF-Datenblatt, das die Hälfte der Besucher nie öffnet. Der Innendienst beantwortet täglich dieselben Fragen zu Maßen und Lieferfristen per Telefon. Der Betrieb legt für jede Warengruppe eine Merkmalsliste an, pflegt die Werte im PIM und lässt sie auf der Produktseite als Tabelle im Kopfbereich anzeigen. Die Verfügbarkeit wird beim Aufruf aus der Warenwirtschaft gelesen, statt als Text gepflegt zu werden. Die telefonischen Rückfragen zu Maßen und Fristen gehen zurück.
Wirtschaftlicher Nutzen
Die Produktdetailseite ist die Seite mit der kürzesten Strecke zum Umsatz, und ihre Qualität wirkt auf jede Produktseite des Shops zugleich, weil alle nach derselben Vorlage aufgebaut sind. Vollständige Angaben senken die Zahl der Rückfragen und der Rücksendungen, die aus einem Missverständnis über den Artikel entstehen. Bei Suchmaschinen wird jede Produktseite einzeln bewertet; eigene Texte und strukturierte Merkmale verschaffen ihr eine Position, die eine kopierte Herstellerbeschreibung nicht erreicht.
Typische Fehler
- Die Beschreibung ist der unveränderte Herstellertext: Dieselben Sätze stehen bei allen Händlern, und die Seite hat für Suchmaschinen keinen eigenen Inhalt.
- Maße, Gewicht und Kompatibilität stehen nur in einem angehängten Datenblatt und fehlen auf der Seite selbst.
- Preis und Verfügbarkeit werden als Text gepflegt und weichen vom Stand der Warenwirtschaft ab.
- Die Schaltfläche zum Warenkorb liegt unterhalb des sichtbaren Bereichs, weil Bilder und Beschreibung den Kopfbereich füllen.
- Die Seite eines ausgelaufenen Artikels wird gelöscht, obwohl sie noch Zugriffe aus der Suche und Verweise von fremden Seiten hat.
Worauf achten?
- Je Warengruppe eine Pflichtliste der Merkmale festlegen, die auf jeder Produktseite dieser Gruppe an derselben Stelle erscheinen.
- Preis, Bestand und Lieferfrist aus dem führenden System lesen und im Shop nicht ein zweites Mal pflegen.
- Den Kopfbereich auf Bezeichnung, Bilder, Preis, Variantenauswahl, Verfügbarkeit und Warenkorb-Schaltfläche beschränken und auf einem Mobilgerät prüfen, was ohne Scrollen sichtbar ist.
- Eigene Beschreibungen für die umsatzstärksten Artikel zuerst schreiben und die Herstellertexte danach schrittweise ersetzen.
- Jede Produktseite mit strukturierten Daten nach dem Product-Schema ausstatten, damit Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen im Suchergebnis erscheinen können.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Produktdetailseite?
Eine Produktdetailseite ist die Seite eines einzelnen Artikels im Onlineshop. Sie zeigt Bezeichnung, Bilder, Preis, Varianten, Verfügbarkeit und Beschreibung und enthält die Schaltfläche, mit der der Artikel in den Warenkorb gelegt wird.
Welche Inhalte gehören auf eine Produktdetailseite?
In den Kopfbereich gehören Bezeichnung, Bilder, Preis, Variantenauswahl, Verfügbarkeit mit Lieferfrist und die Warenkorb-Schaltfläche. Darunter folgen Beschreibung, technische Merkmale als Tabelle, Bewertungen früherer Käufer und passende Zusatzartikel.
Woher kommen die Daten auf einer Produktdetailseite?
Texte, Bilder und Merkmale stammen aus der Produktdatenpflege, in größeren Sortimenten aus einem PIM-System. Preis und Bestand kommen aus der Warenwirtschaft, Bewertungen aus dem Bewertungssystem des Shops. Die Produktseite setzt diese Quellen beim Aufruf zusammen.
Warum sollte der Herstellertext auf der Produktseite ersetzt werden?
Der Herstellertext steht wortgleich bei jedem Händler, der denselben Artikel führt. Suchmaschinen finden dann keinen Grund, eine dieser Seiten den anderen vorzuziehen. Ein eigener Text mit den Angaben, die die Kunden dieses Händlers brauchen, verschafft der Seite einen eigenen Inhalt.