Was passiert mit Seiten zu ausgelaufenen Produkten?
Sie bleiben unter ihrer Adresse erreichbar, gekennzeichnet als ausgelaufen und mit Verweis auf den Nachfolger. Bestandskunden suchen abgekündigte Artikel noch Jahre später für Ersatzbeschaffung und Instandhaltung. Wird die Seite gelöscht, laufen Verweise, Lesezeichen und Suchtreffer ins Leere, und der Kunde sucht beim Wettbewerb weiter.
Warum Löschen der teuerste Weg ist
Eine Produktseite sammelt über ihre Laufzeit Verweise ein: aus Fachbeiträgen, aus Ausschreibungsunterlagen, aus den Lesezeichen von Instandhaltern, aus Suchmaschinen-Treffern. All das zeigt weiter auf die Adresse, auch wenn der Artikel nicht mehr gefertigt wird. Verschwindet die Seite, landet jeder dieser Zugriffe auf einer Fehlermeldung – ausgerechnet bei dem Kunden, der gerade eine Ersatzbeschaffung vorbereitet und damit kaufbereit ist.
Die drei möglichen Wege
| Weg | Wann sinnvoll | Wirkung |
|---|---|---|
| Seite behalten, kennzeichnen | Regelfall | Verweise bleiben wirksam, Kunde findet den Nachfolger |
| Fest umleiten auf den Nachfolger | Nur bei echtem Eins-zu-eins-Ersatz | Signale wandern mit, Ursprungsangaben gehen verloren |
| Löschen | Nur ohne jede Nachfrage und ohne Verweise | Alle Zugriffe enden im Fehler |
Abgrenzung zum Relaunch
Beim Umbau eines ganzen Auftritts gelten dieselben Grundsätze in größerem Maßstab; die Vorgehensweise beschreibt Wie vermeide ich Ranking-Verluste beim Relaunch?. Damit ein Besucher überhaupt erkennt, aus welcher Zeit die Angaben stammen, gehört auf jede Fassung ein Stand: siehe Muss auf einem Datenblatt ein Ausgabestand stehen?