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Was passiert mit Seiten zu ausgelaufenen Produkten?

4 Min. Lesezeit | 23. August 2026

Sie bleiben unter ihrer Adresse erreichbar, gekennzeichnet als ausgelaufen und mit Verweis auf den Nachfolger. Bestandskunden suchen abgekündigte Artikel noch Jahre später für Ersatzbeschaffung und Instandhaltung. Wird die Seite gelöscht, laufen Verweise, Lesezeichen und Suchtreffer ins Leere, und der Kunde sucht beim Wettbewerb weiter.

Warum Löschen der teuerste Weg ist

Eine Produktseite sammelt über ihre Laufzeit Verweise ein: aus Fachbeiträgen, aus Ausschreibungsunterlagen, aus den Lesezeichen von Instandhaltern, aus Suchmaschinen-Treffern. All das zeigt weiter auf die Adresse, auch wenn der Artikel nicht mehr gefertigt wird. Verschwindet die Seite, landet jeder dieser Zugriffe auf einer Fehlermeldung – ausgerechnet bei dem Kunden, der gerade eine Ersatzbeschaffung vorbereitet und damit kaufbereit ist.

Die drei möglichen Wege

WegWann sinnvollWirkung
Seite behalten, kennzeichnenRegelfallVerweise bleiben wirksam, Kunde findet den Nachfolger
Fest umleiten auf den NachfolgerNur bei echtem Eins-zu-eins-ErsatzSignale wandern mit, Ursprungsangaben gehen verloren
LöschenNur ohne jede Nachfrage und ohne VerweiseAlle Zugriffe enden im Fehler
Der Regelfall ist der erste. Die Umleitung passt nur dort, wo der Nachfolger denselben Zweck erfüllt; sonst landet der Suchende auf einem Produkt, das seine Frage nicht beantwortet.
Kennzeichnen Sie deutlich am Seitenanfang, dass der Artikel ausgelaufen ist, und nennen Sie den Nachfolger mit einem direkten Verweis. Die technischen Werte bleiben stehen – genau dafür ruft der Instandhalter die Seite auf.

Abgrenzung zum Relaunch

Beim Umbau eines ganzen Auftritts gelten dieselben Grundsätze in größerem Maßstab; die Vorgehensweise beschreibt Wie vermeide ich Ranking-Verluste beim Relaunch?. Damit ein Besucher überhaupt erkennt, aus welcher Zeit die Angaben stammen, gehört auf jede Fassung ein Stand: siehe Muss auf einem Datenblatt ein Ausgabestand stehen?