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Datenmapping (Feldzuordnung)

Datenmapping ist die Festlegung, welches Feld eines Systems welchem Feld eines anderen Systems entspricht und wie Werte bei der Übertragung umgewandelt werden, etwa Datumsformate, Maßeinheiten, Länderkennungen oder Statuswerte.

Das Datenmapping ist der fachliche Kern jeder [[schnittstelle|Schnittstelle]] und jeder [[integrationsplattform|Integrationsplattform]]; es setzt voraus, dass die [[stammdaten|Stammdaten]] beider Seiten eindeutig einander zugeordnet werden können.

In einfachen Worten

Zwei Programme beschreiben dieselbe Sache selten gleich. Die Warenwirtschaft speichert einen Kunden mit Kundennummer, Firmenname und einer Zeile für die Anschrift; der Onlineshop trennt Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort. Die Buchhaltung führt die Zahlungsbedingung als Kürzel, der Shop als Text. Das Datenmapping legt für jedes übertragene Feld fest, woher es kommt, wohin es geht und was unterwegs mit ihm geschieht. Drei Arten von Regeln kommen dabei vor. Die Feldzuordnung verbindet ein Quellfeld mit einem Zielfeld. Die Umwandlung ändert das Format, etwa vom Datum mit Punkten zum internationalen Datumsformat oder von Gramm zu Kilogramm. Die Wertzuordnung übersetzt Codes, zum Beispiel den Status „versandt“ im Shop in den Statuscode der Warenwirtschaft. Dazu kommt eine Regel für Werte, die fehlen oder auf der Gegenseite nicht existieren: Standardwert setzen, Datensatz zurückweisen oder als Klärfall an einen Menschen geben.

Wozu brauche ich das?

Ein Datenmapping entsteht bei jeder neuen Anbindung, bei jedem Systemwechsel und bei jeder Datenmigration. Es ist das Dokument, das Fachabteilung und Entwicklung gemeinsam abstimmen: Die Fachabteilung weiß, was ein Feld bedeutet, die Entwicklung weiß, wie es technisch gespeichert ist. Ein schriftlich festgehaltenes Mapping beschleunigt Fehlersuche und spätere Änderungen.

Beispiel aus der Praxis

Ein Hersteller von Arbeitsschutzbekleidung bindet seinen B2B-Shop an die Warenwirtschaft an. Beim Abgleich der Felder zeigt sich, dass die Warenwirtschaft Konfektionsgrößen als Zahlencode speichert und der Shop als Text wie „XL“. Die Versandarten heißen in beiden Systemen unterschiedlich, und für Lieferadressen kennt der Shop ein Feld für die Abladestelle, das in der Warenwirtschaft fehlt. Das Mapping legt Übersetzungstabellen für Größen und Versandarten an und überträgt die Abladestelle in das Bemerkungsfeld des Auftrags. Bestellungen mit einer Versandart ohne Gegenstück laufen nicht automatisch durch; sie landen beim Innendienst.

Wirtschaftlicher Nutzen

Ein vollständiges Mapping verhindert stille Datenfehler: Werte, die bei der Übertragung abgeschnitten, falsch umgerechnet oder dem falschen Feld zugeordnet werden, ohne dass eine Fehlermeldung erscheint. Solche Fehler fallen häufig erst beim Kunden auf, etwa als falsche Lieferadresse oder falsche Menge. Das schriftliche Mapping ist bei jeder späteren Änderung die Grundlage und erspart die Rekonstruktion aus dem Programmcode.

Typische Fehler

  • Felder nach gleichem Namen zuordnen, ohne die Bedeutung auf beiden Seiten zu prüfen.
  • Feldlängen nicht vergleichen, sodass lange Firmennamen oder Artikelbezeichnungen abgeschnitten werden.
  • Keine Regel für fehlende oder unbekannte Werte festlegen.
  • Das Mapping nur im Programmcode festhalten und nicht als Dokument, das die Fachabteilung lesen kann.
  • Bei Änderungen an einem der Systeme das Mapping nicht nachziehen.

Worauf achten?

  • Für jedes Feld Quelle, Ziel, Format und Bedeutung in einer Tabelle festhalten.
  • Code- und Statuswerte vollständig über Übersetzungstabellen abbilden.
  • Feldlängen, Pflichtfelder und Zeichensätze beider Seiten vergleichen.
  • Das Mapping mit echten Datensätzen testen, einschließlich Umlauten, Sonderzeichen und leeren Feldern.
  • Eine Person benennen, die das Mapping bei Systemänderungen pflegt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Datenmapping?

Datenmapping legt fest, welches Feld eines Systems welchem Feld eines anderen entspricht und wie Werte bei der Übertragung umgewandelt werden. Es ist die fachliche Grundlage jeder Schnittstelle und jeder Datenmigration.

Wer erstellt das Datenmapping?

Fachabteilung und Entwicklung gemeinsam. Die Fachabteilung kennt die Bedeutung der Felder, die Entwicklung ihre technische Speicherung; erst beides zusammen ergibt eine belastbare Zuordnung.

Was passiert mit Werten, die es im Zielsystem nicht gibt?

Das legt das Mapping fest. Üblich sind drei Regeln: einen Standardwert setzen, den Datensatz zurückweisen oder ihn als Klärfall an eine zuständige Person geben.