Warum ist meine Website nachts manchmal kurz nicht erreichbar?
Weil in dieser Zeit am System gearbeitet wird. Aktualisierungen, neue Programmstände und Umstellungen an der Datenbank lassen sich nicht immer unterbrechungsfrei einspielen. Der verabredete Zeitraum dafür heißt Wartungsfenster. Er wird angekündigt, zählt vertraglich nicht als Ausfall und liegt in der Zeit mit der geringsten Nutzung.
Was in einem Wartungsfenster geschieht
Ein Wartungsfenster ist ein vorab verabredeter Zeitraum, in dem Eingriffe am laufenden System stattfinden. Typische Arbeiten:
- Einspielen von Aktualisierungen, darunter solche, die Sicherheitslücken schließen
- Wechsel auf einen neuen Stand der Anwendung
- Umstellungen an der Datenbank, etwa neue Felder oder Verdichtung
- Umzug auf einen anderen Server oder Wechsel von Zertifikaten
Bei den meisten dieser Vorgänge bleibt die Website erreichbar. Bei einigen entsteht eine Unterbrechung von Sekunden bis wenigen Minuten, in der Besucher eine Hinweisseite sehen oder ein Formular nicht abgeschickt werden kann.
Warum das nicht als Ausfall zählt
Im Betreuungsvertrag steht üblicherweise eine Verfügbarkeit, also ein Anteil der Zeit, in dem die Website erreichbar sein muss. Angekündigte Wartungszeiten werden aus dieser Rechnung herausgenommen. Diese Abgrenzung macht die Zusage überhaupt kalkulierbar: Ohne diese Abgrenzung müsste jeder Eingriff als Ausfall zählen, und der Dienstleister müsste entweder die Zusage senken oder auf Aktualisierungen verzichten.
Wichtig ist, dass die Abgrenzung schriftlich festgehalten ist. Sonst rechnen beide Seiten unterschiedlich. Wie so eine Vereinbarung aufgebaut ist, beschreibt der Wissensbeitrag zur Service-Level-Vereinbarung.
Was ein tragfähiges Fenster ausmacht
| Angabe | Warum sie nötig ist |
|---|---|
| Zeitraum und Wiederholung | Damit alle Beteiligten es kennen |
| Betroffene Bestandteile | Damit klar ist, was eingeschränkt sein kann |
| Erwartete Einschränkung | Damit eine Meldung aus dieser Zeit einzuordnen ist |
| Abbruchfrist | Damit ein misslungener Eingriff nicht in den Arbeitstag läuft |
Wie angekündigt wird
Nach innen genügt bei einem wiederkehrenden Fenster die einmalige Verabredung mit einer Erinnerung wenige Tage vorher. Wichtig ist, dass Vertrieb und Empfang davon wissen: Wer eine Meldung aus dieser Zeit als Störung weitergibt, löst einen Vorgang aus, der keiner ist.
Nach außen lohnt ein Hinweis dort, wo Nutzer ihn sehen, etwa im Kundenbereich. Kommt ein Eingriff außerhalb des Rhythmus hinzu, bestimmt die Dringlichkeit den Vorlauf. Bei einer schwerwiegenden Sicherheitslücke bleiben oft nur Stunden für die Ankündigung, weggelassen wird sie deswegen nicht.
Woran Sie eine echte Störung erkennen
- Die Unterbrechung liegt außerhalb des verabredeten Fensters
- Sie dauert länger als angekündigt
- Es gab keine Ankündigung, obwohl das Fenster vereinbart ist
Warum das Fenster im Interesse des Betriebs liegt
Ohne verabredeten Zeitraum wird jeder Eingriff einzeln abgestimmt. In der Praxis führt das dazu, dass Aktualisierungen liegen bleiben, weil der passende Zeitpunkt nie kommt, und der Auftritt mit bekannten Lücken weiterläuft. Ein festes Fenster nimmt diese Abstimmung aus dem Weg und sorgt dafür, dass Korrekturen zügig eingespielt werden. Welcher Rhythmus dafür angemessen ist, behandelt die Frage, wie oft eine Website aktualisiert werden sollte.
Vor jedem Eingriff im Fenster gehört eine Sicherung angelegt, damit der Rückweg offensteht. Die Einzelheiten dazu stehen in der Frage, wie oft gesichert wird.