Reicht ein Onepager als Website für mein Unternehmen?
Ein Onepager reicht, wenn das Angebot eng umrissen ist und Besucher eine einzige Entscheidung treffen sollen: etwa beim Start eines neu gegründeten Betriebs, für ein einzelnes Produkt oder eine Veranstaltung. Das Format packt den kompletten Auftritt in eine durchgescrollte Seite ohne Unterseiten. Sobald mehrere Leistungen eigenständig über die Suche gefunden werden sollen oder Inhalte wachsen, stößt es an Grenzen.
Was ein Onepager ist – und was nicht
Ein Onepager packt den kompletten Webauftritt in eine einzige durchgescrollte Seite: Statt Unterseiten gibt es Abschnitte – oben die Kernaussage, darunter Angebot, Referenzen und Kontakt –, und das Menü springt per Anker an die jeweilige Stelle. Nicht zu verwechseln ist das Format mit der technischen Single-Page-Application – dort geht es um die Art, wie eine Anwendung ausgeliefert wird, hier um die inhaltliche Entscheidung für eine einzige Seite.
Wo das Format trägt
| Vorhaben | Onepager geeignet? |
|---|---|
| Neu gegründeter Betrieb mit einer Kernleistung | |
| Einzelnes Produkt oder Angebot | |
| Veranstaltung mit Anmeldung | |
| Betrieb mit mehreren eigenständigen Leistungen | |
| Wachsendes Angebot mit Wissensbereich oder Blog |
Die Grenze: eine Adresse, ein Themenfeld
Die entscheidende Einschränkung liegt in der Auffindbarkeit. Suchmaschinen ordnen jede Adresse einem begrenzten Themenfeld zu. Ein Betrieb, der Baumpflege, Pflasterarbeiten und Winterdienst auf einer einzigen Seite zusammenfasst, wird in der Suche typischerweise nur zu einem dieser Themen sichtbar – die übrigen Leistungen haben keine eigene Adresse, die für ihre jeweilige Suchanfrage stehen könnte. Wer über die organische Suche zu mehreren Themen gefunden werden will, braucht pro Thema eine eigene Seite. Wie viele das sinnvollerweise sind, hängt vom Leistungsspektrum ab – eine Einordnung gibt Wie viele Seiten braucht meine Website?.
Der Onepager als Startpunkt mit Ausbaupfad
In der Praxis bewährt sich der Onepager häufig als bewusste erste Stufe: Der Auftritt ist schnell online und beantwortet die wichtigsten Fragen, während der Betrieb wächst. Entscheidend ist, den Ausbau von Anfang an mitzudenken – wächst das Leistungsspektrum, werden aus den Abschnitten eigenständige Seiten mit eigenen Adressen. Wer diesen Übergang plant, statt immer neue Abschnitte anzuhängen, vermeidet den schleichenden Umbau-Stau: Ein Onepager mit zehn Abschnitten hat die Klarheit, die das Format auszeichnet, längst verloren.
Nicht dasselbe: Onepager und Landingpage
Beide bestehen aus einer Seite, verfolgen aber verschiedene Zwecke. Der Onepager ist ein vollständiger, dauerhafter Auftritt in Kurzform; eine Landingpage ist eine zusätzliche Seite neben dem bestehenden Auftritt, zugeschnitten auf eine Kampagne oder Zielgruppe. Die Unterscheidung ist mehr als Wortklauberei, weil sich daraus verschiedene Anforderungen ergeben – sie behandelt Was ist der Unterschied zwischen Startseite und Landingpage? im Zusammenhang.