Subdomain
Eine Subdomain ist ein dem Domainnamen vorangestellter Namensteil, der unter derselben [[domain|Domain]] einen eigenen Bereich mit eigenen Inhalten adressiert.
Die Subdomain ist eine von zwei Arten, Inhalte innerhalb einer Domain zu trennen; die andere ist ein Verzeichnis im Adresspfad.
In einfachen Worten
Vor den eigentlichen Domainnamen lässt sich ein weiterer Namensteil setzen, abgetrennt durch einen Punkt. Das bekannteste Beispiel ist das vorangestellte www, das historisch den Webdienst kennzeichnete und heute eine reine Schreibgewohnheit ist. Technisch verweist jede Subdomain über einen eigenen DNS-Eintrag auf einen Server und kann damit auf einem anderen System liegen als die Hauptadresse. Für Suchmaschinen gilt eine Subdomain als weitgehend eigenständiger Bereich: Was dort an Sichtbarkeit entsteht, kommt der Hauptadresse nur eingeschränkt zugute. Die Alternative ist ein Verzeichnis im Adresspfad, das hinter dem Domainnamen steht und als Teil derselben Website gewertet wird.
Wozu brauche ich das?
Eine Subdomain trägt dort, wo ein Bereich technisch eigenständig ist: ein Kundenportal auf einem eigenen System, eine Staging-Umgebung für Tests, ein Bereich mit eigener Anmeldung. Inhalte, die zum Kerngeschäft gehören und Sichtbarkeit aufbauen sollen, gehören dagegen in ein Verzeichnis der Hauptadresse. Ein Blog oder ein Wissensbereich unter einer eigenen Subdomain baut seine Sichtbarkeit getrennt auf, statt sie auf die Hauptadresse einzuzahlen.
Beispiel aus der Praxis
Ein Maschinenbauer betreibt seinen Blog unter einer eigenen Subdomain, weil das Redaktionssystem damals nicht in die Hauptseite integrierbar war. Nach zwei Jahren hat der Blog eine spürbare Sichtbarkeit für Fachbegriffe aufgebaut, die Produktseiten der Hauptadresse dagegen nicht. Beim Umbau wandert der Blog in ein Verzeichnis der Hauptadresse, jede alte Adresse wird per 301-Weiterleitung auf ihr Gegenstück geführt. Die aufgebauten Signale wirken danach auf derselben Adresse wie die Produktseiten.
Wirtschaftlicher Nutzen
Die Entscheidung zwischen Subdomain und Verzeichnis fällt einmal und wird später nur mit Aufwand korrigiert, weil jede Adresse in Verweisen, Lesezeichen und Verzeichnissen steht. Wirtschaftlich zählt vor allem, wo Sichtbarkeit entstehen soll: Inhalte, die Kundschaft anziehen, gehören in ein Verzeichnis der Hauptadresse, damit ihre Wirkung dort ankommt. Für technisch getrennte Systeme bleibt die Subdomain die saubere Lösung, weil sie einen eigenen Server ansprechen kann, ohne dass eine zweite Domain registriert werden muss.
Typische Fehler
- Ein Blog oder Wissensbereich liegt auf einer Subdomain und baut seine Sichtbarkeit getrennt von der Hauptadresse auf.
- Die Website ist mit und ohne vorangestelltes www erreichbar, ohne dass eine der beiden Fassungen dauerhaft auf die andere weiterleitet.
- Eine Staging-Umgebung auf einer Subdomain ist öffentlich erreichbar und wird von Suchmaschinen erfasst.
- Für jeden Standort oder Geschäftsbereich entsteht eine eigene Subdomain, statt dass Seiten im bestehenden Auftritt angelegt werden.
- Beim Umzug von der Subdomain in ein Verzeichnis fehlen die Weiterleitungen, und alte Adressen laufen ins Leere.
Worauf achten?
- Für Inhalte, die Sichtbarkeit aufbauen sollen, ein Verzeichnis der Hauptadresse wählen statt einer Subdomain.
- Festlegen, ob die Seite mit oder ohne www ausgeliefert wird, und die andere Fassung dauerhaft dorthin weiterleiten.
- Test- und Vorschau-Umgebungen auf Subdomains gegen Zugriff sperren und von der Indexierung ausnehmen.
- Bei einem Wechsel von Subdomain zu Verzeichnis jede alte Adresse einzeln auf ihr Gegenstück weiterleiten.
- Vor dem Anlegen prüfen, ob der Bereich wirklich ein eigenes System braucht oder nur eine eigene Seite.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Subdomain?
Eine Subdomain ist ein dem Domainnamen vorangestellter Namensteil, abgetrennt durch einen Punkt. Sie adressiert unter derselben Domain einen eigenen Bereich und kann über einen eigenen DNS-Eintrag auf einen anderen Server verweisen.
Subdomain oder Verzeichnis: was ist besser für die Sichtbarkeit?
Für Inhalte, die Sichtbarkeit aufbauen sollen, ist das Verzeichnis die bessere Wahl. Suchmaschinen behandeln eine Subdomain als weitgehend eigenständigen Bereich, sodass ihre Signale der Hauptadresse nur eingeschränkt zugutekommen.
Ist www eine Subdomain?
Technisch ja. Das vorangestellte www kennzeichnete historisch den Webdienst und ist heute eine Schreibgewohnheit. Wichtig ist, dass nur eine der beiden Fassungen die Seite ausliefert und die andere dauerhaft dorthin weiterleitet.
Kostet eine Subdomain extra?
Für die Subdomain selbst fällt keine eigene Registrierung an, weil sie Teil der bereits registrierten Domain ist. Aufwand entsteht durch das System dahinter, etwa wenn die Subdomain auf einen eigenen Server oder eine eigene Anwendung verweist.