Hosting & Performance

Domain

Eine Domain ist der eingetragene Name, über den eine Website im Netz angesteuert wird; er setzt sich aus einem frei gewählten Wort und der Endung dahinter zusammen und bleibt nur für die Dauer der Registrierung nutzbar.

Die Domain ist die Adressebene einer Website und liegt vor Server und Speicherplatz: Sie legt fest, wie eine Seite heißt, nicht wo sie liegt.

In einfachen Worten

Eine Domain besteht aus zwei Teilen: dem Namen, den ein Betrieb frei wählt, und der Top-Level-Domain dahinter. Beides zusammen ergibt die Adresse, die jemand eingibt oder anklickt. Registriert wird sie über einen Anbieter, der den Eintrag im Auftrag des Betriebs bei der für die jeweilige Endung zuständigen Vergabestelle vornimmt. Die Registrierung ist eine Miete auf Zeit: Sie läuft jährlich weiter und endet, wenn sie nicht verlängert wird. Von der Domain zu unterscheiden ist der Speicherplatz, auf dem die Website liegt – beides kann bei verschiedenen Anbietern liegen und wird über das DNS miteinander verbunden. Vor den Namen lässt sich zusätzlich eine Subdomain setzen, die einen eigenen Bereich unter derselben Adresse anspricht.

Wozu brauche ich das?

Jeder Betrieb mit eigener Website braucht mindestens eine Domain, und in der Praxis wächst der Bestand über die Jahre: die Adresse aus der Gründung, eine weitere aus einem Namenswechsel, eine Schreibvariante gegen Tippfehler. Die Aufgabe besteht darin, eine dieser Adressen zur Hauptadresse zu erklären und die übrigen per 301-Weiterleitung dorthin zu führen. Liefern mehrere Adressen dieselben Inhalte aus, entsteht Duplicate Content, und Verweise von außen verteilen sich auf mehrere Adressen, statt sich auf einer zu bündeln.

Beispiel aus der Praxis

Ein Handwerksbetrieb hat vor dem Namenswechsel unter einer älteren Adresse geworben und diese nach dem Wechsel weiterlaufen lassen. Beide Adressen liefern die vollständige Website aus. Verzeichnisse, Partnerseiten und alte Anzeigen nennen teils die eine, teils die andere; die Suchmaschine nimmt eine Fassung in die Trefferliste und lässt die andere weg. Nach der Umstellung liefert nur noch die neue Adresse Inhalte aus, die alte leitet jede einzelne Unterseite dauerhaft auf ihr Gegenstück. Die Verweise sammeln sich damit an einer Stelle statt an zweien.

Wirtschaftlicher Nutzen

Die Domain ist der einzige Bestandteil eines Webauftritts, der sich nicht ersetzen lässt, ohne dass Bekanntheit verloren geht: Server, Gestaltung und Inhalte kann ein Betrieb wechseln, die Adresse steht auf Fahrzeugen, Rechnungen, Schildern und in fremden Verzeichnissen. Wirtschaftlich zählen deshalb zwei Punkte stärker als die Wahl des Namens. Erstens muss der Betrieb selbst als Domain-Inhaber eingetragen sein, sonst verfügt ein Dritter über die Adresse. Zweitens muss die Verlängerung zuverlässig laufen: Eine versehentlich nicht verlängerte Domain wird nach einer Frist wieder frei und kann von jedem registriert werden.

Typische Fehler

  • Mehrere Domains liefern parallel dieselbe Website aus, statt dass eine die Hauptadresse ist und die übrigen dorthin weiterleiten.
  • Der Registrierungs-Eintrag lautet auf eine Privatperson oder eine frühere Agentur statt auf den Betrieb.
  • Die Erinnerung zur Verlängerung geht an ein Postfach, das niemand mehr liest, und die Zahlung scheitert unbemerkt.
  • Der Domainname enthält eine einzelne Leistung und passt nicht mehr, sobald der Betrieb sein Angebot erweitert.
  • Die Zugangsdaten zum Verwaltungskonto liegen ausschließlich beim Dienstleister, nicht im Betrieb.

Worauf achten?

  • Eine Adresse als Hauptadresse festlegen und alle weiteren dauerhaft dorthin weiterleiten.
  • Im Register den Betrieb als Inhaber eintragen und die Zugangsdaten zum Verwaltungskonto im Haus halten.
  • Automatische Verlängerung aktivieren und die hinterlegte Kontaktadresse jährlich prüfen.
  • Den Namen so wählen, dass er am Telefon buchstabierbar bleibt und ohne Bindestrich-Kette auskommt.
  • Alle gehaltenen Adressen mit Ablaufdatum, Inhaber und Zahlungsweg in einer Liste führen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Domain?

Eine Domain ist der eingetragene Name, über den Besucher eine Website ansteuern. Vor dem letzten Punkt steht ein frei gewähltes Wort, dahinter die Endung. Vergeben wird der Name über einen Anbieter, der ihn bei der zuständigen Stelle registriert.

Kauft man eine Domain oder mietet man sie?

Man mietet sie. Die Registrierung gilt für einen Zeitraum, üblicherweise ein Jahr, und verlängert sich gegen Gebühr. Wird nicht verlängert, wird die Adresse nach einer Frist wieder frei und kann von anderen registriert werden.

Was ist der Unterschied zwischen Domain und Hosting?

Die Domain ist die Adresse, das Hosting der Speicherplatz, auf dem die Website liegt. Beides kann bei unterschiedlichen Anbietern liegen. Verbunden werden sie über das DNS, das beim Aufruf der Adresse auf den richtigen Server verweist.

Schadet es, mehrere Domains für eine Website zu halten?

Nur dann, wenn mehrere davon dieselben Inhalte ausliefern. Dann muss eine Suchmaschine zwischen gleichen Fassungen wählen, und Verweise von außen verteilen sich. Halten lässt sich jede Adresse ohne Nachteil, solange sie dauerhaft auf die Hauptadresse weiterleitet.