Brauche ich eine zweite Domain für meinen Betrieb?
Eine zweite Domain lohnt sich in zwei Fällen: als Schutzregistrierung, die auf Ihren bestehenden Auftritt umleitet, oder für einen eigenständigen Auftritt mit eigener Zielgruppe und eigener Redaktion. Ohne eines von beidem verursacht sie nur eine jährliche Gebühr. Zwei Adressen mit denselben Inhalten parallel zu betreiben, teilt Ihre Sichtbarkeit auf.
Die zwei Fälle, in denen sich eine weitere Adresse rechnet
Als Schutzregistrierung. Sie sichern die Schreibweise, die jemand naheliegenderweise eintippt: den Betriebsnamen mit und ohne Bindestrich, die häufigste Vertipper-Variante, den Namen unter einer weiteren Endung. Solche Adressen bekommen keinen eigenen Inhalt. Sie werden per Status 301 fest auf Ihren Auftritt umgeleitet, und der Besucher merkt vom Umweg nichts.
Als eigenständiger Auftritt. Das setzt voraus, dass hinter der Adresse etwas steht, das sich von Ihrem Kerngeschäft klar abhebt: eine eigene Marke, eine Tochtergesellschaft mit anderem Namen, ein Geschäftsbereich mit anderer Kundschaft. Ein solcher Auftritt braucht eigene Texte, eigene Pflege und beginnt bei der Sichtbarkeit von vorn.
Warum Parallelbetrieb schadet
Liefern zwei Adressen dieselben Seiten aus, muss eine Suchmaschine sich für eine Fassung entscheiden, und die Wahl liegt nicht bei Ihnen. Hinzu kommt, dass sich Empfehlungen von außen auf beide Adressen verteilen. Dieselbe Mechanik greift schon eine Ebene tiefer, bei bloßen Schreibvarianten einer einzigen Adresse: Website mit und ohne www erreichbar.
Was vor der Registrierung zu klären ist
Bevor eine Adresse dazukommt, klären Sie zwei Fragen: Würde diese Schreibweise tatsächlich jemand eingeben, und entstünde ein Nachteil, wenn ein Wettbewerber sie bekäme. Fällt beides negativ aus, bleibt die Registrierung Aufwand ohne Wirkung. Wo Adresse und Speicherplatz auseinanderfallen, erklärt Was umfasst die technische Infrastruktur einer professionellen Website?