Wie lang sollte ein Video auf der Website sein?
Die richtige Länge hängt vom Einsatzort ab, nicht vom Material: Im Startbereich tragen wenige Sekunden als stumme Schleife, auf Leistungsseiten ein bis zwei Minuten für ein bewusst gestartetes Erklärvideo, im Referenzbereich dürfen Projekt-Dokumentationen auch länger sein. Testimonials wirken am stärksten unter 90 Sekunden. ProXWorks® plant die Länge deshalb vom Einsatzort her — nicht vom vorhandenen Rohmaterial.
Die Länge folgt dem Einsatzort, nicht dem Material
Die häufigste Ursache für zu lange Website-Videos ist gut gemeintes Material: Es wurde viel gedreht, also soll auch viel gezeigt werden. Der Betrachter entscheidet aber anders — er investiert an jeder Stelle der Website nur so viel Zeit, wie die Situation rechtfertigt. Ein Video, das diese Erwartung überzieht, wird abgebrochen, und mit ihm geht die Botschaft verloren.
Richtwerte je Einsatzort
| Einsatzort | Länge | Ton | Start |
|---|---|---|---|
| Startbereich (Hero) | wenige Sekunden, Schleife | stumm | automatisch |
| Leistungsseite (Erklärvideo) | 1–2 Minuten | mit Ton + Untertitel | per Klick |
| Über-uns (Imagefilm) | 1–3 Minuten | mit Ton + Untertitel | per Klick |
| Referenzbereich (Doku) | flexibel, auch länger | mit Ton + Untertitel | per Klick |
| Testimonial | unter 90 Sekunden | mit Ton + Untertitel | per Klick |
Warum der Startbereich die kürzeste Form verlangt
Im obersten Seitenbereich konkurriert ein Video mit der Kernbotschaft der Seite — Überschrift, Leistungsversprechen, Anfrage-Weg. Eine kurze, ruhige, stumme Schleife liefert Atmosphäre, ohne diese Elemente zu verdrängen. Alles, was erzählt werden will, gehört tiefer in die Seite. Wann sich ein solches Hero-Video überhaupt lohnt und für welche Branchen es trägt, behandelt unsere FAQ zum Hero-Video auf der Startseite.
Warum Erklärvideos bei ein bis zwei Minuten liegen
Ein Erklärvideo beantwortet eine konkrete Frage — und der Betrachter gibt ihm dafür ein begrenztes Zeitfenster. Ein bis zwei Minuten reichen, um eine Leistung oder ein Verfahren nachvollziehbar zu machen, wenn das Drehkonzept auf eine Kernaussage verdichtet ist. Wer mehr erklären muss, teilt besser in mehrere kurze Videos auf — eines pro Leistungsseite — statt ein langes zu erzwingen, das nach der Hälfte abgebrochen wird.
Wo längere Videos ihren Platz haben
Im Referenzbereich und auf dedizierten Projekt-Seiten kehrt sich die Logik um: Wer dort ankommt, hat bereits Interesse und ist bereit, Zeit zu investieren. Eine ausführliche Projekt-Dokumentation mit Ausgangslage, Umsetzung und Ergebnis darf dort mehrere Minuten dauern — sie wird bewusst gestartet und von einem vorqualifizierten Publikum gesehen.
Länge ist auch eine technische Größe
Jede zusätzliche Minute vergrößert die Videodatei und damit das Ladevolumen — besonders relevant für mobile Besucher. Kurze Videos lassen sich stärker komprimieren, laden schneller und lassen die Tempo-Werte der Seite unberührt, wenn sie mit Vorschaubild und bedarfsgesteuertem Nachladen eingebunden sind. Auch deshalb gilt: lieber mehrere kurze, gezielte Videos als ein langes Universal-Video.
Ob ein kurzes Video dabei selbst gedreht werden kann oder eine Produktion braucht, hängt wiederum vom Einsatzort ab — die Abwägung zwischen Eigen-Dreh und Profi-Produktion haben wir gesondert beantwortet.