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Welches Video-Format passt zu welchem Zweck — Imagefilm, Erklärvideo oder Testimonial?

5 Min. Lesezeit | 9. Juli 2026

Die Format-Wahl folgt der Frage, die das Video beantworten soll: Ein Imagefilm stellt das Unternehmen als Ganzes vor (Wer sind die?), ein Erklärvideo macht eine einzelne Leistung verständlich (Was genau bekomme ich?), ein Testimonial lässt einen echten Kunden das Ergebnis bestätigen (Halten die, was sie versprechen?). ProXWorks® empfiehlt, mit dem Format zu beginnen, das die am häufigsten angezweifelte Aussage über den eigenen Betrieb belegt.

Drei Formate, drei verschiedene Aufgaben

Unternehmensvideos scheitern selten an der Produktionsqualität und häufig an der Format-Wahl: Ein technisch sauberer Film, der die falsche Frage beantwortet, bleibt wirkungslos. Die drei wichtigsten Formate für Unternehmens-Websites unterscheiden sich klar in Aufgabe, Aufbau und Einsatzort.

Der Imagefilm — das Unternehmen als Ganzes

Ein Imagefilm ist die Video-Visitenkarte des Betriebs: ein bis drei Minuten, die Gebäude, Menschen und Arbeitsweise zeigen — meist als Kombination aus Einblicken in reale Abläufe und kurzen O-Tönen von Geschäftsführung und Mitarbeitenden. Er beantwortet die Frage, mit wem ein Interessent es zu tun bekommt, und wirkt doppelt: bei Kunden in der Anbieter-Recherche und bei Bewerbern, die den künftigen Arbeitsplatz sehen wollen.

Sein Platz ist die Über-uns-Seite und die Karriereseite — dort suchen Besucher gezielt nach dem Unternehmen hinter dem Angebot.

Das Erklärvideo — eine Leistung verständlich machen

Ein Erklärvideo übersetzt eine erklärungsbedürftige Leistung oder ein Verfahren in eine nachvollziehbare Bildfolge, gefilmt oder animiert, typischerweise ein bis zwei Minuten lang. Es beantwortet die Frage, was der Kunde konkret bekommt — und ersetzt damit lange Text-Passagen, die auf Leistungsseiten selten vollständig gelesen werden.

Sein Platz ist die jeweilige Leistungsseite, bewusst vom Besucher gestartet, mit Ton und Untertiteln.

Das Testimonial — ein Dritter bestätigt das Ergebnis

Ein Testimonial-Video lässt einen realen Auftraggeber Ausgangslage, Zusammenarbeit und Ergebnis schildern. Es ist das Format mit der stärksten Beweiskraft, weil hier kein Anbieter über sich selbst spricht: Der Betrachter sieht eine echte Person, hört ihre Einschätzung und ordnet die Glaubwürdigkeit selbst ein.

Sein Platz ist die Referenzseite und die Umgebung der Anfrage-Möglichkeit — dort, wo letzte Zweifel fallen.

Die Formate im Vergleich

AspektImagefilmErklärvideoTestimonial
BeantwortetWer sind die?Was bekomme ich?Halten die Wort?
Typische Länge1–3 Minuten1–2 Minutenunter 90 Sekunden
Platz auf der WebsiteÜber uns, KarriereLeistungsseiteReferenzen, nahe Anfrage
WirkungVertrauen ins UnternehmenVerständnis der LeistungBeleg durch Dritte

Wie Sie das erste Format wählen

Wenn das Budget nur ein Video zulässt, hilft eine einfache Prüffrage: Bei welcher Ihrer Aussagen bleiben Interessenten skeptisch — und welche Nachfrage taucht in fast jedem Erstgespräch auf? Wird die Kompetenz angezweifelt, belegt sie ein Imagefilm mit echten Einblicken. Wird die Leistung nicht verstanden, klärt ein Erklärvideo. Fehlt der Beweis, liefert ihn ein Testimonial.

Die drei Formate ergänzen sich, statt zu konkurrieren: Der Imagefilm baut Vertrauen in den Anbieter auf, das Erklärvideo klärt das Angebot, das Testimonial belegt das Ergebnis. Betriebe, die alle drei einsetzen, decken die komplette stille Recherchephase ab.

Was alle drei Formate gemeinsam brauchen

Unabhängig vom Format gelten dieselben Grundregeln: eine Kernaussage pro Video, dokumentierte Einwilligungen aller gezeigten Personen, Untertitel für die Wiedergabe ohne Ton und eine technisch saubere Einbindung mit Vorschaubild. Die passende Länge je Einsatzort behandelt unsere FAQ zur richtigen Video-Länge auf der Website im Detail.

Auch die Frage der technischen Bereitstellung stellt sich bei jedem Format gleich: Ob das fertige Video selbst gehostet oder extern eingebettet wird, entscheidet über Datenschutz-Pflichten und Nutzererlebnis. Die strategische Gesamteinordnung — was Bewegtbild auf B2B-Websites leistet und wo statische Seiten an ihre Grenze kommen — vertieft unser Beitrag Video auf der B2B-Website.