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Alt-Text (Alternativtext)

Der Alt-Text ist der im HTML hinterlegte Alternativtext eines Bildes. Er beschreibt den Bildinhalt für Menschen, die das Bild nicht sehen können, und für Suchmaschinen, die Bildinhalte ohne Text nicht zuverlässig einordnen — er ist damit zugleich Barrierefreiheits- und Sichtbarkeits-Werkzeug.

Der Alt-Text gehört zu den Grundbausteinen der Bild-Suchmaschinenoptimierung und ist zugleich eine Kernanforderung der digitalen Barrierefreiheit.

In einfachen Worten

Jedes Bild einer Website kann im HTML ein alt-Attribut tragen. Sein Inhalt wird sichtbar, wenn das Bild nicht lädt, er wird von Vorlesesoftware anstelle des Bildes ausgegeben, und er ist eines der stärksten Signale, mit denen Suchmaschinen den Bildinhalt erfassen. Ein guter Alt-Text beschreibt, was auf dem Bild sachlich zu sehen ist — knapp, konkret und im Kontext der Seite: „Neu angelegte Natursteinterrasse mit Sitzstufen" statt „Bild1" oder einer Aneinanderreihung von Suchbegriffen. Er unterscheidet sich von der Bildunterschrift, die sichtbar unter dem Bild steht und ergänzende Einordnung liefert, und vom Dateinamen, der als schwächeres Zusatzsignal wirkt. Rein dekorative Bilder erhalten ein leeres alt-Attribut, damit Vorlesesoftware sie überspringt. Bei Projektbildern entscheiden Alt-Texte mit darüber, ob die Aufnahmen in der Bildersuche und der regionalen Suche gefunden werden — zusammen mit technischer Bildoptimierung bilden sie die Grundlage sichtbarer Projektfotos.

Wozu brauche ich das?

Alt-Texte sind auf jeder Website Pflichtprogramm, besonders aber dort, wo Bilder die Verkaufsarbeit leisten: Referenzbereiche, Produktseiten, Portfolios. Für Betriebe, deren Kundschaft nach Leistung plus Ort sucht, sind beschreibende Alt-Texte mit sachlichem Orts- und Leistungsbezug ein einfacher Hebel regionaler Auffindbarkeit — auf der Referenzseite gilt das in besonderem Maß. Zugleich sind sie Bestandteil der Barrierefreiheits-Anforderungen, die mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele Unternehmen verbindlich geworden sind.

Beispiel aus der Praxis

Eine typische Ausgangslage: Eine Tischlerei lädt zwanzig hochwertige Projektfotos hoch — die Dateien heißen IMG_4711.jpg, die alt-Attribute sind leer. In der Bildersuche taucht keine einzige Arbeit auf, und Vorlesesoftware überspringt den gesamten Referenzbereich. Nach der Nachpflege beschreibender Alt-Texte („Einbauschrank aus Eiche unter einer Dachschräge") werden die Bilder für Suchsysteme und Screenreader-Nutzer gleichermaßen zugänglich — ohne dass ein Foto neu aufgenommen werden musste.

Wirtschaftlicher Nutzen

Alt-Texte kosten kein Budget, nur Sorgfalt — und sie erschließen zwei Zielgruppen zugleich: Suchsysteme, die Bildinhalte einordnen und in Bilder- wie Regionalsuche ausspielen, und Menschen, die auf Vorlesesoftware angewiesen sind. Für bildstarke Betriebe entscheiden alt-Attribute darüber, ob Projektbilder auffindbar sind — vom einzelnen Ergebnisbild bis zum Vorher-Nachher-Vergleich.

Typische Fehler

  • Alt-Attribute leer gelassen oder mit Dateinamen gefüllt — Bilder bleiben für Suche und Vorlesesoftware unsichtbar.
  • Suchbegriff-Ketten statt Beschreibungen hinterlegt — das schadet der Einordnung, statt ihr zu helfen.
  • Dekorative Bilder mit langen Beschreibungen versehen — Vorlesesoftware wird mit Unwesentlichem belastet.
  • Alt-Text und Bildunterschrift wortgleich befüllt — doppelte Ausgabe ohne Zusatznutzen.
  • Bei Bildtausch den alten Alt-Text behalten — Beschreibung und Bild passen nicht mehr zusammen.

Worauf achten?

  • Beschreiben, was sachlich zu sehen ist — knapp, konkret, im Kontext der Seite.
  • Leistungs- und Ortsbezug natürlich einbauen, wo er zutrifft — ohne Begriffs-Häufung.
  • Dekorative Bilder mit leerem alt-Attribut kennzeichnen, nicht ohne Attribut lassen.
  • Alt-Texte beim Einpflegen neuer Bilder direkt mitschreiben — Nachpflege im Bestand ist mühsam.
  • Bildunterschrift und Alt-Text unterschiedlich nutzen: sichtbare Einordnung dort, Bildbeschreibung hier.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Alt-Text?

Der im alt-Attribut eines Bildes hinterlegte Alternativtext. Er beschreibt den Bildinhalt für Vorlesesoftware und Suchmaschinen und erscheint, wenn das Bild nicht geladen werden kann. Er ist zugleich Barrierefreiheits- und Sichtbarkeits-Werkzeug.

Wie formuliert man einen guten Alt-Text?

Als knappe, sachliche Beschreibung dessen, was zu sehen ist — im Kontext der Seite und ohne Begriffs-Häufung. „Neu angelegte Natursteinterrasse mit Sitzstufen" ist ein guter Alt-Text; „Terrasse Terrassenbau Gartenbau günstig" ist keiner.

Brauchen dekorative Bilder einen Alt-Text?

Sie erhalten ein leeres alt-Attribut. So erkennt Vorlesesoftware, dass das Bild keinen Informationsgehalt trägt, und überspringt es. Ein fehlendes Attribut ist dagegen ein Fehler, weil dann der Dateiname vorgelesen werden kann.

Ist der Alt-Text wichtig für die regionale Auffindbarkeit?

Ja, als Baustein. Beschreibende Alt-Texte mit sachlichem Leistungs- und Ortsbezug helfen Suchmaschinen, Projektbilder der passenden Leistung und Region zuzuordnen — relevant für Bildersuche und regionale Suchanfragen gleichermaßen.