Braucht jede Leistung eine eigene Seite auf meiner Website?
Eine eigene Seite lohnt sich für jede Leistung, nach der Kunden gezielt suchen. Suchmaschinen können eine Adresse nur für ein eng umrissenes Thema einordnen – eine Sammelseite, die alle Angebote gemeinsam abhandelt, erreicht deshalb höchstens für eines davon vordere Positionen. Führt je Angebot eine eigene Seite das Thema vollständig aus, wird jede Leistung einzeln auffindbar. Kleinstleistungen ohne eigene Nachfrage werden besser auf einer gemeinsamen Seite gebündelt.
Warum die Sammelseite an ihre Grenze stößt
Viele gewachsene Websites führen einen einzigen Menüpunkt, hinter dem sämtliche Angebote in kurzen Absätzen untereinanderstehen. Für Besucher, die den Betrieb bereits kennen, funktioniert das. In der Suche tritt eine solche Seite jedoch zu jedem ihrer Themen nur mit einem Bruchteil ihres Inhalts an: Auf die einzelne Anfrage antworten Wettbewerber mit ganzen Seiten, die Sammelseite mit einem Absatz. Den Vorzug erhält in aller Regel die vollständigere Antwort – und das für jedes Thema aufs Neue.
Der Maßstab: die eigene Suchanfrage
Ob ein Angebot eine eigene Seite verdient, entscheidet das Suchverhalten Ihrer Kunden. Eine eigene Seite ist gerechtfertigt, sobald Kunden das Angebot mit einer eigenen Formulierung suchen – häufig als Kombination aus Tätigkeit und Ort. Stellen Sie sich je Angebot die Frage: Würde jemand genau danach suchen, oder ist es aus Kundensicht ein Baustein einer größeren Leistung? Im ersten Fall entsteht eine eigene Seite, im zweiten ein Abschnitt auf der übergeordneten Seite.
Was sich mit eigenen Seiten ändert
| Bereich | Wirkung eigener Leistungsseiten |
|---|---|
| Auffindbarkeit | Jedes Angebot kann für seine eigene Suchanfrage erscheinen |
| Besucherführung | Interessenten landen direkt beim gesuchten Thema samt Kontaktweg |
| Werbung und Verweise | Anzeigen und Beiträge zeigen auf die genau passende Seite |
| Anfragen | Eingehende Nachrichten benennen bereits das konkrete Anliegen |
Die Gegenprobe: wann Bündeln besser ist
Die Aufteilung hat eine Untergrenze. Wird ein Angebot so fein zerlegt, dass für die einzelne Seite nur wenige Sätze übrig bleiben, entstehen substanzarme Seiten, die weder Besucher noch Suchmaschinen überzeugen – und die zudem den Eindruck des gesamten Auftritts drücken. Verwandte Kleinthemen gehören deshalb als Abschnitte auf die nächstgrößere Seite, bis dahinter erkennbar eigene Nachfrage steht.
So gehen Sie vor
- Angebote auflisten: Erfassen Sie das komplette Leistungsspektrum, wie Kunden es nachfragen – nicht, wie es intern gegliedert ist.
- Suchanfragen zuordnen: Notieren Sie je Angebot die Formulierung, mit der ein Kunde danach suchen würde. Angebote ohne eigene Formulierung werden Abschnitte statt Seiten.
- Seiten priorisieren: Beginnen Sie mit den umsatzstärksten Angeboten und bauen Sie die übrigen Seiten nach und nach auf.
- Struktur schließen: Verbinden Sie die Seiten über eine gemeinsame Übersicht und die Navigation, damit jede von ihnen erreichbar und eingeordnet ist.
Einordnung in die Gesamtstruktur
Die Leistungs-Aufteilung ist Teil der übergreifenden Planung, welche Seiten eine Website überhaupt trägt – dazu gehören auch Startseite, Referenzen und Wissensbereiche. Wie diese Architektur systematisch entsteht, beschreibt die Frage zur Informationsarchitektur. Die ausführliche Herleitung mit Beispielen und Umsetzungs-Reihenfolge für den Leistungsbereich finden Sie im Beitrag Eine Seite pro Leistung.