Brauche ich eigene Landingpages für meine Leistungen?
In den meisten Fällen ja. Eine Landingpage ist eine Zielseite für genau ein Anliegen: Sie nimmt die Erwartung auf, mit der ein Besucher aus Suche, Anzeige oder Newsletter kommt, und führt auf genau eine Handlung zu. Wer Besucher stattdessen auf der Startseite oder einer Sammel-Seite empfängt, verliert einen Teil davon beim Suchen des passenden Angebots. Faustregel: je Kernleistung, je beworbener Kampagne und je kaufbereitem Suchbegriff eine eigene Zielseite.
Was eine Landingpage von anderen Seiten unterscheidet
Startseite und Leistungs-Übersicht bedienen viele Ziele zugleich: Sie stellen das Unternehmen vor, ordnen das Spektrum, verteilen Besucher weiter. Eine Landingpage macht das Gegenteil – sie konzentriert sich auf ein einzelnes Anliegen und entfernt alles, was davon ablenkt. Ihr Aufbau folgt drei Fragen in fester Reihenfolge: Was wird angeboten? Warum von diesem Anbieter? Was ist der nächste Schritt?
| Element | Aufgabe |
|---|---|
| Überschrift | Nimmt wörtlich die Erwartung der Quelle auf (Suchbegriff, Anzeigentext) |
| Nutzenversprechen | Steht im sofort sichtbaren Bereich, ohne Scrollen |
| Belege | Referenzen, Bewertungen, konkrete Projektbeispiele |
| Handlungsaufforderung | Genau eine – Anfrage, Termin oder Anruf, mit kurzem Formular |
Wann eigene Landingpages nötig sind
Für kaufbereite Suchbegriffe
Jeder Begriff mit Beauftragungsabsicht braucht eine Seite, die genau dieses Anliegen behandelt – die Suchmaschine erwartet dort Anbieterseiten, keine Übersichten. Welche Ihrer Begriffe diese Absicht tragen, klärt der Eintrag zur Suchintention. Ohne passende Zielseite rankt entweder gar nichts oder die falsche Seite.
Für bezahlte Kampagnen
Bei Anzeigen ist die Rechnung unmittelbar: Jeder Klick kostet, und eine unpassende Zielseite verbrennt das Budget. Führt die Anzeige für eine spezifische Leistung auf die Startseite, muss der Besucher sein Thema erst suchen – ein Teil bricht ab, bevor er es findet. Zudem bewerten Werbe-Plattformen die Passung zwischen Anzeige und Zielseite und lassen sie in Preis und Ausspielung einfließen.
Für regionale Sichtbarkeit
Regional tätige Betriebe mit mehreren Einzugsgebieten bedienen ortsbezogene Anfragen über Standortseiten – inhaltlich vollwertige Zielseiten je Region, keine dünnen Kopien mit ausgetauschtem Ortsnamen.
Wann es auch ohne geht
Bei einem sehr schmalen Angebot – ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Zielgruppe – kann die Startseite selbst die Rolle der Zielseite übernehmen, wenn sie deren Aufbau folgt. Und für rein informierende Suchbegriffe ist der Ratgeber-Artikel der richtige Seitentyp, keine Verkaufsseite; er verweist intern auf das passende Angebot.
Woran Sie merken, dass Zielseiten fehlen
Das typische Muster: ordentliche Besucherzahlen, wenige Anfragen. Besucher kommen an, finden aber kein zugespitztes Angebot für ihr Anliegen – eine der vier Ursachen, warum gute Rankings keine Aufträge bringen. Der Gegencheck ist einfach: Nehmen Sie Ihre fünf wichtigsten kaufbereiten Suchbegriffe und prüfen Sie, ob es für jeden eine Seite gibt, deren Überschrift dieses Anliegen wörtlich aufnimmt. Jede Lücke ist eine fehlende Zielseite.
Nach dem Aufbau beginnt die eigentliche Arbeit: messen, wo Besucher aussteigen, Varianten testen, Formulare kürzen. Diese fortlaufende Verbesserung – die Conversion-Optimierung – macht aus einer guten Zielseite über die Zeit eine sehr gute.