E-Commerce

PXM – Product Experience Management

PXM steht für Product Experience Management – eine Erweiterung des PIM-Gedankens, die beschreibende Produktdaten kanal- und zielgruppengerecht zu einem optimierten Produkterlebnis aufbereitet.

PXM baut auf dem PIM auf und verschiebt den Fokus von der reinen Datenpflege zur kanalgerechten Aufbereitung – das Ziel ist nicht nur vollständige, sondern für den jeweiligen Kanal und die Zielgruppe optimal aufbereitete Produktinformation.

In einfachen Worten

Product Experience Management erweitert den Gedanken des PIM um die Frage, wie Produktdaten beim Kunden tatsächlich wirken. Ein PIM stellt sicher, dass Daten vollständig und konsistent vorliegen; PXM geht einen Schritt weiter und bereitet diese Daten für jeden Kanal und jede Zielgruppe so auf, dass sie optimal verkaufen. Dazu gehören kanal-spezifische Texte, angereicherte Inhalte wie Vergleichstabellen oder Anwendungs-Hinweise, die Einbindung passender Medien aus dem DAM und die laufende Auswertung, welche Darstellung am besten konvertiert. PXM ist damit weniger ein neues System als eine Weiterentwicklung des PIM in Richtung Wirkung: Im Zentrum steht nicht mehr nur die Datenqualität, sondern die Konvertierung und das Produkterlebnis über alle Berührungspunkte.

Wozu brauche ich das?

Product Experience Management wird relevant, sobald die reine Daten-Vollständigkeit nicht mehr ausreicht und es um die Wirkung der Produktdaten im Verkauf geht. Wer über viele Kanäle verkauft und feststellt, dass dieselben Produkte je nach Darstellung unterschiedlich gut konvertieren, gewinnt mit einem PXM-Ansatz die Möglichkeit, Inhalte kanal- und zielgruppengerecht zu steuern. Voraussetzung ist ein funktionierendes PIM als Datenbasis – PXM ersetzt es nicht, sondern setzt darauf auf.

Beispiel aus der Praxis

Eine typische Ausgangslage: Ein Markenhersteller spielt identische Produkttexte in den eigenen Shop, an Marktplätze und an Händler aus. Die Daten sind vollständig, aber überall gleich – und auf den einzelnen Kanälen unterschiedlich wirksam. Mit einem PXM-Ansatz werden die Inhalte je Kanal angereichert: ausführlichere Anwendungs-Hinweise und Vergleichstabellen im eigenen Shop, knappere, marktplatz-konforme Varianten dort, wo Platz und Format begrenzt sind, dazu passende Medien aus dem DAM. Die Auswertung zeigt anschließend, welche Darstellung die Konvertierung verbessert.

Wirtschaftlicher Nutzen

Der Nutzen von PXM liegt in der besseren Wirkung vorhandener Produktdaten, ohne das Sortiment oder das Werbe-Budget zu verändern. Wo ein PIM die Grundlage schafft, hebt PXM den Ertrag aus dieser Grundlage, indem es die Darstellung auf Kanal und Zielgruppe ausrichtet und laufend optimiert. Der Ansatz lohnt vor allem für Unternehmen mit vielen Kanälen und hohem Wettbewerb, bei denen kleine Unterschiede in der Produkt-Darstellung über die Kaufentscheidung mitentscheiden. Besonders dort, wo dieselben Daten vom über ein CMS betriebenen Shop bis zum Marktplatz ausgespielt werden, zahlt sich die kanalgerechte Aufbereitung aus.

Typische Fehler

  • PXM eingeführt, ohne dass ein funktionierendes PIM die Datenbasis liefert – ohne saubere Grundlage lässt sich kein Produkterlebnis steuern.
  • Identische Inhalte über alle Kanäle ausgespielt und PXM nur dem Namen nach betrieben – der Kern des Ansatzes ist die kanalgerechte Aufbereitung.
  • Keine Auswertung der Wirkung – ohne Messung, welche Darstellung konvertiert, bleibt die Optimierung Vermutung.
  • Medien unabhängig vom DAM gepflegt – ohne Anbindung an die Medien-Quelle entstehen Brüche zwischen Text und Bild.
  • PXM als komplett neues System missverstanden – es ist die Weiterentwicklung des PIM-Gedankens, nicht dessen Ersatz.

Worauf achten?

  • Ein funktionierendes PIM als Datenbasis sicherstellen, bevor PXM aufgesetzt wird.
  • Inhalte je Kanal und Zielgruppe aufbereiten statt überall identisch auszuspielen.
  • Die Wirkung messen – welche Darstellung die Konvertierung verbessert, entscheidet über die Aufbereitung.
  • Medien aus dem DAM sauber einbinden, damit Text und Bild je Kanal zusammenpassen.
  • Den Aufwand am Wettbewerb ausrichten – PXM lohnt vor allem dort, wo die Produkt-Darstellung über die Kaufentscheidung mitentscheidet.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Product Experience Management?

Product Experience Management (PXM) ist die Weiterentwicklung des PIM-Gedankens: Es bereitet beschreibende Produktdaten kanal- und zielgruppengerecht auf, damit sie nicht nur vollständig sind, sondern optimal verkaufen.

Worin unterscheidet sich PXM von einem PIM?

Ein PIM sorgt für vollständige, konsistente Produktdaten. PXM setzt darauf auf und richtet die Darstellung auf Kanal, Kontext und Zielgruppe aus, mit Blick auf Wirkung und Konvertierung. PXM ersetzt das PIM nicht, sondern erweitert es.

Brauche ich PXM oder reicht ein PIM?

Solange Vollständigkeit und Konsistenz der Produktdaten im Vordergrund stehen, genügt ein PIM. PXM wird relevant, wenn dieselben Produkte über viele Kanäle unterschiedlich gut verkaufen und die Darstellung gezielt optimiert werden soll.

Ist PXM ein eigenes System?

Nicht zwingend. PXM ist zunächst ein Ansatz, der auf einem PIM aufbaut; teils wird er durch zusätzliche Module umgesetzt, teils durch erweiterte PIM-Lösungen. Im Zentrum steht die kanalgerechte Aufbereitung, nicht eine bestimmte Software.