Klickpreis
Der Klickpreis (englisch Cost-per-Click, CPC) ist der Betrag, der bei bezahlter Online-Werbung fällig wird, sobald jemand auf eine Anzeige klickt – das Abrechnungsmodell, bei dem nicht für die Einblendung, sondern für den tatsächlichen Zugriff bezahlt wird.
Der Klickpreis ist die Kosten-Kennzahl an der Schwelle zur Website: Er bestimmt, was ein einzelner Zugriff über bezahlte Werbung kostet, und ist damit die Brücke zwischen Anzeigen-Resonanz und den späteren Kosten je Zielhandlung.
In einfachen Worten
Bei der Abrechnung pro Klick zahlt ein Werbetreibender nicht dafür, dass seine Anzeige erscheint, sondern erst dann, wenn sie angeklickt wird. Wie hoch der einzelne Klick ausfällt, entscheidet meist ein Auktionsverfahren: Mehrere Werbetreibende konkurrieren um dieselbe Platzierung, und der Preis ergibt sich aus diesem Wettbewerb. Wesentlich ist dabei, dass nicht allein das höchste Gebot gewinnt – viele Verfahren beziehen die Relevanz der Anzeige mit ein, sodass eine Anzeige mit hoher Klickrate oft günstiger klickt als eine schwächere mit höherem Gebot. Der Klickpreis hängt damit von Wettbewerb, Tageszeit, Zielgruppe und der Qualität der Anzeige ab. Entscheidend für die Einordnung: Ein niedriger Klickpreis ist für sich genommen weder gut noch schlecht. Günstige Klicks, die niemand in eine Anfrage verwandelt, sind teurer als wenige teure Klicks, die zuverlässig konvertieren.
Wozu brauche ich das?
Der Klickpreis ist die Stellgröße, an der sich die Eintrittskosten in bezahlte Werbung ablesen lassen. Wer ihn beobachtet, erkennt, wie stark ein Themenfeld umkämpft ist und wo sich der Wettbewerb verteuert. Sinnvoll steuern lässt er sich aber nur im Verhältnis zu dem, was nach dem Klick geschieht: Ein höherer Klickpreis ist vertretbar, wenn die Performance-Marketing-Rechnung am Ende aufgeht, weil die teureren Klicks überdurchschnittlich oft zur Anfrage führen. Isoliert betrachtet verleitet der Klickpreis dagegen dazu, an der falschen Stelle zu sparen.
Beispiel aus der Praxis
Ein Werbetreibender senkt gezielt seinen Klickpreis, indem er nur noch auf günstige, allgemeine Suchbegriffe setzt. Die Zahl der Klicks steigt, die Kosten je Klick sinken – doch die Anfragen bleiben aus, weil die günstigen Klicks von Menschen mit unklarer Absicht stammen. In der Gesamtrechnung steigen dadurch die Akquisitionskosten, obwohl der einzelne Klick billiger wurde. Erst die Rückkehr zu spezifischeren, teureren Suchbegriffen mit klarer Absicht bringt wieder Anfragen – zu einem höheren Klickpreis, aber niedrigeren Kosten je gewonnener Anfrage.
Wirtschaftlicher Nutzen
Der Klickpreis macht die Eintrittskosten bezahlter Werbung transparent und vergleichbar – zwischen Themenfeldern, Zielgruppen und Anzeigen. Sein wirtschaftlicher Wert entsteht aber erst in der Verbindung mit der Folgestrecke: Wer den Klickpreis senkt, ohne die Abschlüsse im Blick zu behalten, verlagert die Kosten nur nach hinten. Richtig genutzt hilft die Kennzahl, Budget vom teuren, schwachen Klick zum lohnenden zu verschieben und die Wirtschaftlichkeit über den Return on Ad Spend zu verbessern, statt nur eine einzelne Zahl zu drücken.
Typische Fehler
- Den Klickpreis isoliert gesenkt, ohne die Abschlüsse im Blick zu behalten – billige Klicks ohne Absicht erhöhen am Ende die Kosten je Anfrage.
- Allgemeine, günstige Suchbegriffe bevorzugt, weil sie billig klicken, obwohl spezifische, teurere Begriffe die besseren Anfragen bringen.
- Den Klickpreis als Qualitätsmaß missverstanden – er sagt nichts darüber, was nach dem Klick passiert.
- Die Relevanz der Anzeige vernachlässigt, obwohl sie in vielen Auktionsverfahren den Klickpreis direkt senkt.
- Gebote ohne Bezug zum Wert einer Zielhandlung festgelegt – ohne diesen Bezug fehlt die Grundlage für ein sinnvolles Limit.
Worauf achten?
- Den Klickpreis immer im Verhältnis zu den Abschlüssen beurteilen – ein niedriger Preis allein ist kein Erfolg.
- Spezifische, absichtsstarke Suchbegriffe nicht wegen ihres höheren Klickpreises meiden – sie bringen oft die wertvolleren Anfragen.
- Die Anzeigen-Relevanz pflegen – sie senkt in vielen Verfahren den Klickpreis spürbar.
- Gebote am Wert einer Zielhandlung ausrichten, nicht am Klickpreis allein.
- Schwankungen über Tageszeit und Wettbewerb einkalkulieren – der Klickpreis ist keine feste Größe.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Klickpreis (CPC)?
Der Klickpreis ist der Betrag, der bei bezahlter Online-Werbung fällig wird, sobald jemand auf eine Anzeige klickt. Abgerechnet wird nicht die Einblendung, sondern der tatsächliche Klick. Die englische Bezeichnung lautet Cost-per-Click, abgekürzt CPC.
Wie entsteht der Klickpreis?
Meist über ein Auktionsverfahren, in dem mehrere Werbetreibende um dieselbe Platzierung konkurrieren. Dabei gewinnt nicht allein das höchste Gebot – viele Verfahren beziehen die Relevanz der Anzeige mit ein, sodass eine relevantere Anzeige günstiger klicken kann als eine schwächere mit höherem Gebot.
Ist ein niedriger Klickpreis immer besser?
Nein. Günstige Klicks, die niemand in eine Anfrage verwandelt, sind in der Gesamtrechnung teurer als wenige teure Klicks, die zuverlässig konvertieren. Der Klickpreis ist erst im Verhältnis zu den Abschlüssen und den Kosten je Zielhandlung sinnvoll zu beurteilen.
Wie lässt sich der Klickpreis senken?
Vor allem über eine höhere Anzeigen-Relevanz, die in vielen Auktionsverfahren belohnt wird, sowie über eine genauere Zielgruppen- und Suchbegriff-Auswahl. Ein blindes Senken über billige, allgemeine Begriffe verlagert die Kosten dagegen nur in höhere Akquisitionskosten.