Lässt sich ein Rechtekonzept im CMS nachträglich einführen?
Ja, das ist der Standardfall – die meisten gewachsenen Installationen starten genau hier. Der übliche Weg: zunächst festhalten, wer momentan worauf Zugriff hat, dann je Person die realen Aufgaben ermitteln und daraus passende Rollen ableiten. Wichtig ist, ohne Arbeitsunterbrechung umzustellen: neue Rollen einrichten und zuweisen, erst danach alte Pauschalrechte entziehen.
Ordnung in eine gewachsene Installation bringen
Ein Rechtekonzept wird selten von Anfang an gestaltet. Häufig erhält jeder denselben Vollzugriff, weil das im Moment der Einrichtung der schnellste Weg war. Die nachträgliche Einführung ist deshalb kein Sonderfall, sondern der Normalfall.
Die Schritte in der richtigen Reihenfolge
- Bestand erfassen: Wer hat aktuell welchen Zugang und welche Rechte? Schon diese Übersicht deckt überzogene Vollzugriffe auf.
- Tätigkeiten klären: Was tut jede Person tatsächlich – Texte pflegen, Bilder hochladen, Seiten anlegen, Einstellungen ändern?
- Rollen ableiten: Die Tätigkeiten zu wenigen klaren Rollen bündeln, statt für jede Person ein Einzelprofil zu pflegen.
- Schutzbereiche festlegen: Pflichtseiten, Struktur und Konfiguration einem kleinen Kreis vorbehalten.
- Freigabestufe definieren: Festlegen, welche Inhaltstypen direkt live gehen und welche eine Freigabe durchlaufen.
- Umstellen ohne Unterbrechung: Neue Rollen einrichten und zuweisen – erst danach die alten Pauschalrechte entziehen.
Worauf der Aufbau fußt
Die Schritte drei bis fünf bauen auf den Grundlagen auf, die Wer darf was im CMS? und das Vier-Augen-Prinzip beschreiben. Wie fein sich Rollen zuschneiden lassen, hängt vom System ab – siehe Welche technologischen Ansätze gibt es?. Den ganzen Ablauf vertieft der Beitrag zu Redaktionsrechten im CMS.